- Fragen ist erlaubt. Belohnen, fälschen und aussortieren ist verboten.
- Der wichtigste Hebel ist der Moment: direkt nach einem guten Erlebnis.
- Der zweitwichtigste Hebel ist Einfachheit: ein direkter Link oder QR-Code ins Bewertungsfenster.
- Beantworten Sie jede Bewertung. Das zeigt Neukunden, dass Sie zuhören.
Was eine Google-Bewertung ist und warum sie zählt
Eine Google-Bewertung ist eine öffentliche Einschätzung von einem bis fünf Sternen, die ein Kunde im Google-Unternehmensprofil eines Betriebs hinterlässt, meist mit einem kurzen Text. Sie erscheint in der Google-Suche und in Google Maps. Für Suchende ist sie oft der erste Eindruck, noch vor Ihrer Website.
Google nennt in der eigenen Hilfe die Bewertungen ausdrücklich als einen Faktor für die lokale Sichtbarkeit. Wichtiger als ein perfekter Schnitt von 5,0 sind dabei Menge, Aktualität und echte, ausführliche Texte.
Was erlaubt ist und was nicht
Google erlaubt ausdrücklich, Kunden um eine Bewertung zu bitten. Verboten ist laut den Richtlinien für Beiträge in Google Maps vor allem:
- Belohnungen: Rabatte, Gutscheine, Gewinnspiele oder Geschenke im Tausch gegen eine Bewertung.
- Gefälschte Bewertungen: von Ihnen selbst, Mitarbeitern, Freunden oder gekauft.
- Review-Gating: erst die Zufriedenheit abfragen und nur Zufriedene zu Google schicken.
- Druck: Kunden zu einer bestimmten Sternezahl drängen.
Verstöße können dazu führen, dass Google Bewertungen löscht, neue Bewertungen vorübergehend sperrt oder einen Warnhinweis im Profil anzeigt. In Deutschland kommt das Wettbewerbsrecht dazu: Gekaufte Bewertungen gelten als irreführende Werbung.
9 Wege, die wirken und erlaubt sind
1. Im richtigen Moment fragen
Fragen Sie, wenn der Kunde gerade zufrieden ist: bei der Abnahme, beim Bezahlen, wenn er sich bedankt. Ein Satz genügt: „Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns über eine kurze Google-Bewertung.“
2. Den direkten Bewertungslink nutzen
Im Google-Unternehmensprofil finden Sie unter „Bewertungen einholen“ einen Link, der das Bewertungsfenster direkt öffnet. Der Kunde muss Ihren Betrieb nicht erst suchen. Jeder gesparte Klick erhöht die Chance, dass er es tatsächlich tut.
3. Einen QR-Code sichtbar aufstellen
Ein Aufsteller an der Kasse, auf dem Tisch oder am Fahrzeug macht den Link greifbar. Handykamera drauf, fertig. Wichtig: Der Aufsteller steht für alle Kunden gleich sichtbar da, nicht nur für die, von denen Sie Lob erwarten.
4. Eine kurze Nachricht nach dem Auftrag schicken
Eine persönliche WhatsApp, SMS oder E-Mail mit dem Link wirkt besonders bei Handwerkern und Dienstleistern ohne Laden. Schicken Sie sie nur, wenn der Kunde Ihnen seine Nummer für solche Nachrichten gegeben hat. Eine Nachricht, höchstens eine freundliche Erinnerung, mehr nicht.
5. Den Link auf Rechnung und Visitenkarte drucken
Ein kleiner QR-Code unten auf der Rechnung erinnert, ohne dass Sie etwas sagen müssen.
6. NFC-Karten zum Antippen
Eine NFC-Karte öffnet den Bewertungslink, wenn der Kunde sein Handy daranhält. Praktisch an der Theke oder für Monteure unterwegs.
7. Das Team einbeziehen
Bewertungen kommen von den Menschen, die mit Kunden sprechen. Erklären Sie Ihrem Team, wann und wie es fragen soll, und teilen Sie gute Bewertungen im Team.
8. Jede Bewertung beantworten
Antworten zeigen Neukunden, dass Sie sich kümmern, und ermutigen andere zum Schreiben. Wie das geht, steht im Ratgeber Auf Google-Bewertungen antworten.
9. Dranbleiben statt Aktionen
Fünf Bewertungen jeden Monat wirken besser als fünfzig auf einmal und dann nichts mehr. Machen Sie das Fragen zur Gewohnheit.
Eine Vorlage zum Kopieren
Und wenn es schlecht läuft?
Keine Sorge vor der ersten kritischen Bewertung. Ein Profil mit ausschließlich 5,0 wirkt auf viele Leser sogar weniger glaubwürdig. Entscheidend ist, wie Sie reagieren: sachlich, freundlich, mit Lösungsangebot.